Trachtengruppe Merenschwand besuchte das Zürcher Oberland
Ja „nur“ in den grossen Nachbarskanton Zürich führte bei angenehmen Reisewetter die diesjährige Vereinsreise der Trachtengruppe Merenschwand, die Erica Fischer einmal mehr bestens organisierte. Genauer gesagt mit dem Car ins Zürcher Oberland nach Maur an den Greifensee zum Kaffeehalt. Diesen eher kleinen See mit Kursschiffen und dem ältesten Dampfschiff „Greif“, Baujahr 1895, hatten viele der Mitreisenden noch nie gesehen.Gestärkt besuchten wir anschliessend das bekannte Ritterhaus Bubikon, das wohl am besten erhaltene Kommende des Johanniterordens. Seine Geschichte geht zurück ins Jahr 1192, als Diethelm von Toggenburg - möglicherweise nach seiner Rückkehr vom dritten Kreuzzug - dem Orden „ein festes Haus“ schenkte. Dieses gedieh und wurde stetig erweitert, aber 1789 verkauft. 1936 gelang es einer Gruppe Bubikern das Haus zurückzukaufen und in ein Museum umzugestalten, das bis heute von der Ritterhausgesellschaft erhalten und betrieben wird. Unter fachkundiger Führung wurden uns einige Räume und Spezialausstellungen erklärt und wir erfuhren viel Interessantes über den Johanniter- und auch den Malteser-Ritterorden.
Schon war es Mittag und im Restaurant Hasenstrick, am Südhang des Hausberges Bachtel, erwartete uns das Küchenteam zu einem feinen Mittagessen. Doch davor warfen wir noch schnell einen Blick über die atemberaubende, hügelige Landschaft, den Zürichsee und das Alpenpanorama, bevor ein kurzer, starker Regen die Aussicht vermachte.
Am Nachmittag führte die abwechslungsreiche Reise an den Bahnhof Hinwil. Wir stiegen nun auf ein gemächlicheres Transportmittel um und mit viel Rauch und Dampfbahn-Romantik ratterte der Zug in 40 Minuten nach Bauma. Die Holzbänke und der praktische Packträger der 3. Klasse um 1900 erinnerte an längst vergangene Zeiten. Auch das alte, beige Kartonbillett fehlte nicht.
Wieder auf unseren Car umgestiegen hiess es bereits dem „Züri-Oberland“ auf Wiedersehen sagen. Der Zobighalt war im Restaurant Wildpark Langenberg in Langnau geplant, wo ein paar Hirsche und Steinböcke uns Trachtenleute müde begutachteten. Nachdem die meisten der 39 Mitreisenden die Bäuche auch noch mit viel leckeren Schokoladekuchen vollgeschlagen hatten, mahnte die Reiseleiterin zur Heimreise über den Albis dem Lindenberg entgegen.
Hanni Schriber-Neiger
Bildlegende:
Mit der Dampfbahn unterwegs im Züri Oberland.
Geburtstage im Februar
Achtung: Storch auf Durchreise!